1. Forum Quartierarbeit

Am 5. November 2014 von 16:15 bis 19:00 hat in Zug das erste Forum Quartierarbeit stattgefunden

34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich in der Aula des Schulhauses Guthirt zu den unterschiedlichen Formen von Quartierarbeit und Trägerschaftsmodellen ausgetauscht. Ausserdem wollten die OrganisatorInnen das Interesse an solchen Veranstaltungen ausloten. Schon nur die erfreulich grosse Anzahl von Teilnehmenden (ohne nennenswerte Werbung), aber auch die Rückmeldungen der Anwesenden bestätigten dies.

Eingeleitet wurde der Anlass durch die Vorstellung der drei Quartierarbeitsstellen im Kanton Zug, Cham, Risch-Rotkreuz und Zug. Die Fachstellung Soziokultur der Stadt Zug als Gastgeberin stellte verdankenswerterweise auch die perfekt ausgerüstete Aula des Schulhauses Guthirt zur Verfügung. Die Arbeitsgruppe Quartierarbeit als Organisationskommittee liess die Anwesenden aus der ganzen Deutschschweiz im Anschluss in Gruppen die unterschiedlichen Formen der vertretenen Quartierarbeiten sowie deren grösste Herausforderungen diskutieren.

Diese Diskussionen lassen sich folgendermassen zusammenfassen:

Es ist nicht einfach, die Vorteile von Quartierarbeit für eine Gemeinde zu kommunizieren. Hier wünschen sich vor allem kleinere Gemeinden Unterstützung. Eine einheitliche Definition von Quartierarbeit wurde auch diskutiert: Was gegenüber Aussenstehenden sehr sinnvoll wäre, stellt sich angesichts der Unterschiedlichkeit der Quartierarbeit als schwierig dar. Es sind sich jedoch alle einig darin, dass Quartierarbeit als wichtiges Instrument der Stadt- und Gemeindeentwicklung bekannter werden muss.
Bei den Diskussionen zeigte sich, dass nicht nur ein ENTWEDER der Quartierarbeit durch die Stadt/Gemeinde als Trägerschaft ODER durch eine Trägerorganisation mit Leistungsvereinbarung vertreten ist, sondern dass sich gerade in grösseren Städten eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Trägerschaften parallel in diesem Feld tummelt. Vor allem in diesen Fällen fehlt es meistens auch an Koordination. Auch die unterschiedliche Kultur in vielen Verwaltungsabteilungen einerseits und der Quartierarbeit andererseits stellt eine Herausforderung dar. Dazu kommen die Kulturunterschiede innerhalb der Quartierarbeit, bspw. zwischen stationärer und mobiler Arbeit. Allgemein stellt auch die Finanzierung eine Dauer-Herausforderung dar.

Beim abschliessenden Apéro wurde auch der bilaterale Austausch gepflegt.

Für das zweite Forum im Mai 2015 wird eine Gastgebergemeinde gesucht. Schwerpunktthema werden dann die Handlungsfelder und der Auftrag der Quartierarbeit sein.

> Das Protokoll kann hier heruntergeladen werden
> Factsheet Forum Quartierarbeit

Hier finden Sie die Präsentationen der Quartierarbeiten Zug:
> Rahmenpräsentation
> Risch-Rotkreuz (Barbara Wintsch)
> Cham (Christian Plüss)
> Zug West (Esther Camara)

> Veranstaltungsflyer